Julian Rotter führte das Konzept 1966 ein. Idee: Menschen unterscheiden sich systematisch darin, wie viel Einfluss sie eigenem Handeln auf Lebensergebnisse zuschreiben.
Zwei Pole: interner Locus („hängt von mir ab“) vs externer Locus („hängt von anderen, Glück ab“).
Gut belegt:
- Interner Locus korreliert mit besserer psychischer Gesundheit, akademischem Erfolg, Arbeitszufriedenheit (Lefcourt, 1991).
- Extrem externer Locus: Depression, erlernte Hilflosigkeit (Seligman, 1975).
- Extrem interner Locus: übermäßige Schuld, Burnout beim Versuch, Unkontrollierbares zu kontrollieren.
Zu unterscheiden von: Selbstwirksamkeit (Bandura, 1977) und dispositionalem Optimismus (Scheier & Carver, 1985).
Veränderbar mit Erfahrung.
In KI-Kontexten: hoher externer Locus → Über-Abhängigkeit; extrem interner Locus → Unterschätzung.
In deinem Afini-Profil abgeleitet aus C, N und Gesprächsmustern. Einer von 25 Cross-Layer-Achsen.