Extraversion ist die zweite Dimension der Big Five. Costa und McCrae (1992) beschreiben sie als „die Neigung zu Geselligkeit, Durchsetzungsvermögen, Aktivität und der Suche nach positiver Stimulation“.
Die sechs Facetten (NEO PI-R): Herzlichkeit, Geselligkeit, Durchsetzung, Aktivität, Erlebnishunger, positive Emotionen.
Häufige Verwechslungen:
- „Introvertiert = schüchtern“. Falsch. Introversion ist eine Präferenz für reizarme Umgebungen; Schüchternheit ist soziale Ängstlichkeit (Facette N4).
- „Extraversion macht dich besser im Vertrieb / in Führung“. Die Metaanalyse von Grant (2013) zeigt, dass Ambiversen (mittlere Werte) oft mehr verkaufen als extreme Extrovertierte.
- „Gegenteil von Intelligenz“. Kein Zusammenhang.
Gut belegt:
- E korreliert positiv mit subjektivem Wohlbefinden (Lucas et al., 2008).
- Biologische Basis: Introvertierte zeigen höhere kortikale Grundaktivität (DeYoung et al., 2010).
- Hohe Stabilität zwischen 30 und 60 (~.75-.80).
In deinem Afini-Profil wird E als Perzentil und in 6 Facetten aufgeschlüsselt.