Dein Humor ist deine kognitive Signatur
Wir messen nicht, ob du lustig bist. Wir messen, wie du Humor einsetzt — und das verändert radikal, wie eine KI mit dir sprechen sollte.
Eine KI, die jemandem mit Ironie antwortet, der sie nicht verträgt, ist aktiv schlimmer als eine, die gar nicht erst versucht, lustig zu sein. Eine KI, die nie Humor mit jemandem nutzt, der ihn schätzt, klingt roboterhaft und distanziert. Humor ist der persönlichste und am schwersten zu kalibrierende Aspekt natürlicher Sprache — und vermutlich derjenige, der die Erfahrung „das ist eine KI" am stärksten von „die versteht mich" trennt.
Was messen die 6 Dimensionen?
Humor ist nicht eine Sache: es sind sechs. Zwei Jahrzehnte Humorpsychologie (Martin et al. 2003, Ruch et al. 2018, Ruch & Heintz 2016, Willinger et al. 2017) haben gezeigt, dass hinter „einen Sinn für Humor haben" sehr unterschiedliche Dimensionen stehen — vom Witz, der eine Gruppe verbindet, bis zur düsteren Pointe über den Tod, mit politischer Satire und dem Unbehagen, selbst die Zielscheibe zu sein, dazwischen. Der AHP integriert diesen Stand der Forschung in einem einzigen Instrument.
Jede Dimension ist relativ unabhängig. Du kannst gleichzeitig hohen spielerisch-affiliativen Humor (D1) und hohen dunkel-transgressiven Humor (D5) haben — und das sagt der KI sehr unterschiedliche Dinge, als wenn nur einer von beiden hoch wäre. Der Afini Humor Index (AHI) integriert die sechs Dimensionen zu einem einzigen Index.
D1 — Spielerisch-affiliativ
Humor zum Verbinden. Lustige Anekdoten, geistreiche Beobachtungen, die Stimmung auflockern. Der Humor des guten Gastgebers.
D2 — Reflexiv-resilient
Humor als Resilienz. Ein ironischer Blick auf sich selbst, wenn die Dinge schiefgehen. Der Humor dessen, der den Flug verpasst und in der Warteschlange etwas Komisches findet.
D3 — Geistreich-kreativ
Verbaler und assoziativer Humor. Wortspiele, doppelte Bedeutungen, unerwartete Verbindungen, gut konstruiertes Absurdes. Der Humor desjenigen, der in Metaphern denkt.
D4 — Korrektiv-satirisch
Humor als moralisches Instrument. Satire über Institutionen, Ironie über öffentliche Figuren, Kommentar zum Ungerechten oder Lächerlichen. Der Humor des Kolumnisten und des Aktivisten.
D5 — Dunkel-transgressiv
Humor, der Tabus überschreitet. Tod, Krankheit, moralische Grenzen — wenn er gut gemacht ist. Unterscheidet zwischen über das Thema lachen und über leidende Menschen lachen.
D6 — Ridikül-Vulnerabilität
Wie du dich fühlst, wenn andere lachen. Hohes D6: das Lachen der anderen fühlt sich wie eine Bedrohung an. Niedriges D6: das Hänseln gleitet an dir ab. Moduliert radikal, welchen Humor eine KI bei dir einsetzen darf.
Wissenschaftliche Grundlage
Der AHP (Afini Humor Profile) ist ein Eigeninstrument von Bilbao AI S.L., entwickelt 2026 für Afini.ai. Seine 32 Items wurden ex novo verfasst und stellen kein Derivat eines früheren Instruments dar. Konzeptionell inspiriert vom theoretischen Korpus der Humorpsychologie der letzten zwei Jahrzehnte — Martin et al. (2003) zu Humorstilen, Ruch et al. (2018) zu comic styles, Ruch & Heintz (2016) zu wohlwollendem und korrektivem Humor, Ruch & Proyer (2009) zu Dispositionen gegenüber dem Ridikül, Willinger et al. (2017) zu dunklem Humor.
In seiner aktuellen Version (v1.2.0) ist der AHP in allen sechs Plattformsprachen — Spanisch, Englisch, Französisch, Deutsch, Italienisch und Portugiesisch — sprachlich abgeschlossen, mit unabhängiger fachlicher Revision. Offen bleibt die Phase B: kognitives Piloting pro Sprache und Aufbau empirischer, sprachstratifizierter Afini-Normen (Schätzung M+18), die das Provisorisch-Kennzeichen bei feinen interpersonellen Vergleichen aufheben werden. Individuelle Scores sind ab dem ersten Tag interpretierbar; das Instrument ist mit der bereits in Produktion befindlichen Version 1.2.0 beim Registro General de la Propiedad Intelectual eintragbar.
Theoretische Referenzen
Bilbao AI S.L. (2026). Afini Humor Profile (AHP), v1.2.0. Konzeptionell inspiriert von: Martin et al. (2003), Ruch et al. (2018), Ruch & Heintz (2016), Ruch & Proyer (2009), Willinger et al. (2017).
Wie nutzt die KI es?
Das Humorprofil kalibriert drei Regler: erlaubtes Ironieniveau, spielerischer vs. ernster Ton und Einsatz humorvoller Selbstkritik. Das Ergebnis: eine KI, die weiß, wann eine ironische Bemerkung gut ankommt und wann sie wie eine Beleidigung klingt.
„Um deine Produktivität zu verbessern, empfehle ich dir, dedizierte Zeitblöcke einzurichten, Ablenkungen zu eliminieren und deine Aufgaben mit einer Eisenhower-Matrix zu priorisieren."
„Ehrlich gesagt ist die Hälfte der Produktivitätstipps recycelter Unsinn aus 90er-Jahre-Büchern. Aber drei Dinge funktionieren wirklich (und nein, keines davon beinhaltet, um 5 Uhr morgens aufzustehen): 90-Minuten-Blöcke, eine NICHT-zu-tun-Liste und akzeptieren, dass der Montag nicht dein Tag ist."
Für jemanden mit hohem korrektiv-satirischem (D4) und reflexiv-resilientem (D2) Humor klingt die erste Antwort wie ein LinkedIn-Coach. Die zweite klingt wie ein echter Mensch.
Bringen Sie der KI Ihren Humor bei
32 Fragen. 5 Minuten. Und die KI weiß, ob sie ironisch sein darf.