Der Begriff Theory of Mind (ToM) wurde von Premack und Woodruff (1978) geprägt.
Komponenten: Zuschreibung von Überzeugungen, Wünschen, Absichten; Verständnis falscher Überzeugungen (Sally-Anne-Test).
Entwicklung: robust ab 4-5 Jahren bei neurotypischen Kindern. Schwere Beeinträchtigungen mit Autismus assoziiert (Baron-Cohen, 1985), inzwischen nuanciert.
Mit Big Five: Offenheit (O3, O5) und Verträglichkeit (A6) korrelieren mit besserer Leistung. Hoher Neurotizismus verzerrt ToM (sieht Feindseligkeit, wo keine ist). Kognitive und affektive Empathie sind dissoziierbar.
Und Maschinen: LLMs zeigen eine Pseudo-ToM (Kosinski, 2023, umstritten). Sie haben keine eigenen mentalen Zustände; sie modellieren sprachliche Muster über mentale Zustände. Beides zu verwechseln ist ein teurer Fehler.
In deinem Afini-Profil wird ToM aus O3, A6 und Gesprächsmustern abgeleitet. Eine der 25 Cross-Layer-Achsen.